Originaltitel: On the Road
Autor: Jack Kerouac
Erscheinungsjahr: 1957
Handlung: Sal Paradise und sein bester Freund Dean leben das Leben nach dem Motto "Sex, Drugs 'n' Jazz" und reisen kreuz und quer über den nordamerikanischen Kontinent, immer auf der Suche nach wilden Parties und neuen Erfahrungen.
Positive Eindrücke: Das Fernweh, das der Protagonist Sal scheinbar ständig verspürt, war für mich bis zu einem gewissen Teil nachzuvollziehen. Der Gedanke, sich einfach von allem lossagen zu können, um einfach nach San Francisco zu trampen, ist zu schön. Wilde Parties, verrückte Sachen, das alles weckte die Abenteuerlust in mir...
Negative Eindrücke: ... aber das hatte seine Grenzen. Sals und Deans unstillbare Gier nach dem Leben wurde mir irgendwann zu viel. Außerdem ging mir Dean auf Dauer gehörig auf den Wecker und in der Realität würde ich mit so einem Irren nichts zu tun haben wollen. Die Reisen scheinen alle keinen Sinn zu haben, sie fahren einfach in der Gegend herum, und genauso sinnlos und abrupt endet das Buch auch.
Meine Meinung: Ich hatte zwar durchaus meinen Spaß beim Lesen, aber es waren auch viele ermüdende Stellen dabei. Besonders die letzten Reisen waren alle sehr redundant. Von New York nach New Orleans, nach San Francisco, über Denver wieder zurück nach New York, und im Frühling fängt das Spiel von vorne an. Mal trampen sie, mal fahren sie mit dem Bus, mal mit einem von Dean gestohlenen Auto. Dean hat am Ende vier Kinder von drei Frauen und ist immer noch unterwegs, als würde er vor seinem Leben davonlaufen. Die Frauen werden diskriminiert, Afroamerikaner und Homosexuelle diffamiert. Ja, es war eine andere Zeit, aber solche Kleinigkeiten regen mich auf. Und die Tatsache, dass Sal seinem Gott Dean immer wie ein Schoßhund hinterherrennt und sofort springt, wenn Dean irgendwas vorhat. Leider kann ich nicht verstehen, warum "Unterwegs" so ein wichtiges Buch der modernen US-amerikanischen Literatur ist, ähnlich wie bei "Fänger im Roggen".
Version: E-Book in Deutsch
Version: E-Book in Deutsch